Der Narr – Ein Gleichnis über unsichtbare Rüstungen, Wölfe und die befreiende Kraft des Lachens

Der Narr

Wer mag, hört beim Lesen: In einem Dorf am Waldrand trugen alle unsichtbare Rüstungen aus Eisen. Wer stark sein wollte, zeigte keine Blöße. Nur einer machte nicht mit. Fragte man ihn, wer er sei, grinste er: „Ein Idiot und ein Narr – steht sogar in meinem Zeugnis.“ Dann lachte er, und die Leute gingen schnell weiter. Eines Tages hörte er im Wald ein Fiepen. Ein Wolfsjunges steckte in einer Dornenspalte. Es biss und kratzte ihn, als er es befreite. Er nahm es nicht persönlich, redete ruhig und zog es ins Moos. Der alte Leitwolf sah es von oben. ...

Gesellschaft · 24. Oktober 2026 · 2 Minuten · René Jochum
Die Narren, die aufeinander schauen und einander erkennen

Die Narren, die aufeinander schauen und einander erkennen

Wer mag, hört beim Lesen: Der Narr ist eine der ältesten Figuren der Menschheit. Er trägt viele Namen — Schamane, Derwisch, Mystiker, Hofnarr. Was ihn verbindet: eine innere Freiheit, die äußere Verhältnisse überdauert. Er sieht anders und spricht aus, was andere verschweigen. Er ist unkäuflich. Der Narr kennt das Wort Nein — zu sich und zu anderen. Seine Verwirrung ist sein Rohmaterial. Seine Klarheit, das Ergebnis. ...

Gesellschaft · 25. Mai 2026 · 2 Minuten · René Jochum