Unterdrückte unterdrücken, freie machen frei

Ich schreibe das nicht aus der Theorie. Ich war lange genug Opfer, um zu wissen, wie sich das anfühlt von innen. Und ich habe selbst unterdrückt — Menschen klein gemacht, mich an ihnen entlastet, die Last weitergegeben, die auf mir lag. Beides gehört zu mir. Beides ist nicht zu beschönigen. Heute bin ich frei. Oder genauer: ich bin auf dem Weg. Ich versuche, ein Krieger des Lichts zu sein, im Sinne Coelhos — also einer, der fällt, wieder aufsteht, zweifelt, weitergeht. Kein Held. Ein Übender. ...

21. Mai 2026 · 2 Minuten · René Jochum

Je weniger, desto mehr

Die Alten bauten auf: Straßen, Häuser, Wissen, Frieden. Wir erbtens. Das verdient Respekt. Heute haben wir alles. Informationen. Wahl. Komfort. Reize ohne Ende. Und verlieren dabei: Tiefe. Ruhe. Spielraum im Kopf. Wer alles hat, muss lernen, nichts zu haben. Jesus ging in die Wüste. Mohammed in die Höhle. Beide hatten eine Weile nichts. Erst dann kam das, wofür wir sie kennen. In der Leere wird der Blick klar. Ohne Geräusch hört man das Eigene. Ohne Besitz hat man die Hände frei. ...

19. Mai 2026 · 1 Minute · René Jochum