Ich bete jeden Tag dasselbe. Es hilft mir, mich selbst vom hohen Ross zu holen.

Bitte zeig mir meine Fehler. Entschuldigung für diese. Danke für deinen Segen, Herr.

Dein Wille möge der meine sein. Dein Gebot der Liebe das meine. Und ich möchte dir helfen, ihm im Alltag zu dienen.

Das ist Gewohnheit, die zur Ausrichtung wird. Jeden Morgen neu.

Jemand hat mich gefragt: Wenn sein Wille über deinem steht – zweifelst du? Nein. Ich hoffe, dass er mein Ego überschreibt. Stück für Stück.

Und was bleibt dann von mir übrig?

Keine Ahnung. Mir egal.

Das ist Entspannung. Ohne diese Erdung überschätze ich mich oder fühle mich klein. Das Gebet ist der Boden, auf dem ich normal bleibe.

Ich sehe mich als Werkzeug und Werk zugleich. Er hilft mir, an mir zu arbeiten und meine Arbeit besser zu machen.

Der Friede im Einzelnen führt zum Frieden in uns – und damit für die Welt.


Von René Jochum. Lizenz: CC-BY-4.0.