Uf a nand luaga – Zehn Haltungen für ein gemeinsames Österreich

Uf a nand luaga – Zehn Haltungen für ein gemeinsames Österreich

Hinweis: Mein persönliches Ideenkonstrukt für zehn Haltungen. Das hier ist keine wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine Vermutung – gewachsen aus historischen Beobachtungen, Gesprächen und Erfahrungen, die ich über die Jahre von überall her zusammengesammelt habe. Wer mag, hört beim Lesen: § 1 Gemeinsamkeit. In Zeiten des Mangels war der Rückzug in die eigene Gruppe überlebenswichtig; heute sitzen wir alle im selben Boot – egal ob jung oder alt, ob schon immer hier oder zugezogen. Statt in alte Abwehrreflexe von Spaltung und Gegeneinander zurückzufallen, nutzen wir das, was wir in Österreich über Generationen gelernt haben: Wir bringen unterschiedliche Interessen an einen Tisch, suchen den tragfähigen Kompromiss – und packen die Dinge gemeinsam an. ...

Politik · 22. Oktober 2026 · 11 Minuten · René Jochum
Eine harte Grenze tötet das Innenleben

Eine harte Grenze tötet das Innenleben

Eine der Regeln, nach denen ich Software baue, heißt: Vorgaben außen, Freiheit innen. Die Bedingungen gehören an den Rand. Was drinnen passiert, darf dann direkt sein. Keine Funktion muss sich gegen ihre eigenen Aufrufer verteidigen, weil am Rand schon entschieden wurde, was hereinkommt. Die Grenze ist da, damit es innen frei wird. Bei Menschen kippt das. Was die Grenze im Code macht Sie sagt, was durchgeht. Mehr nicht. Sie sagt nichts darüber, was drinnen ist, wie es arbeitet, wie es sich ändern darf. Genau deshalb funktioniert sie: sie beschreibt einen Übergang, keinen Inhalt. Was innen liegt, bleibt seine eigene Sache. ...

Gesellschaft · 22. August 2026 · 5 Minuten · René Jochum
Jedes Plugin hat einen Briefkasten

Jedes Plugin hat einen Briefkasten

Angefangen hat es damit, dass mir ein LLM-Agent die Grenzen dokumentiert hat, statt sie zu bauen. Es ist um Nebenläufigkeit gegangen, und herausgekommen ist ein Kommentar: welcher Aufruf aus welcher Goroutine kommen darf, was vorher gesperrt sein muss, worauf man aufpassen soll. Alles richtig. Alles freundlich. Alles nur Text. Eine Grenze, die in einem Kommentar steht, ist keine Grenze. Sie ist eine Bitte. Sie hält so lange, wie der Kommentar gelesen und behalten wird. Ich will ihn gar nicht behalten müssen, das sollen statische Prüfer tun. Sicher zu jeder Zeit, für jeden Leser. ...

Tech · 14. August 2026 · 18 Minuten · René Jochum
Tmpfs mit Incus, ein Kinderspiel

Tmpfs mit Incus, ein Kinderspiel

Ein Storage Pool ist in Incus ein Treiber und eine Quelle. Treiber gibt es mehrere: zfs, btrfs, lvm, ceph, dir. dir ist der langweiligste davon, ein Verzeichnis. Und ein Verzeichnis darf auch ein tmpfs-Mount sein. mount -t tmpfs -o size=32g none /mnt/tmpfs incus storage create tmpfs dir source=/mnt/tmpfs Ab hier landet jede Instanz, die auf diesem Pool startet, im Arbeitsspeicher. Erstellen incus launch images:debian/trixie runner --storage tmpfs Sichern incus publish macht aus der Instanz ein Image. Läuft sie noch, verlangt Incus --force. Die Aliasse rotieren die Generationen: ...

Tech · 14. August 2026 · 2 Minuten · René Jochum
Zweiundzwanzig Betas

Zweiundzwanzig Betas

Sechseinhalb Monate nach der ersten Ankündigung, 22 Betas und 2 RCs später: incus-compose ist 1.0.0. Drei Rewrites endete mit einem Satz, den ich wieder aufgreifen will. „go-orb: drei Jahre Arbeit. Keine Nutzer. incus-compose: zwei Monate. Mehrere." Das ist so geblieben. Leute haben es benutzt, kaputt gemacht, Issues aufgemacht — und der Core aus Der Core soll nichts wissen hat einfach aufgesogen, was sie ihm entgegengeworfen haben. Neue Ressourcen, neue Randfälle, ohne dass der Core selbst sich ändern musste. ...

Tech · 11. Juli 2026 · 3 Minuten · René Jochum
Der Core soll nichts wissen

Der Core soll nichts wissen

In Drei Rewrites stand ein Satz, über den ich schnell hinweggegangen bin: Hooks vor und nach jeder Action — Logging, Dry-Run, Fehlerkontext, alles ohne den Core anzufassen. Ein Halbsatz. Aber genau da steckt das, worauf der dritte Versuch hinausgelaufen ist. Heute will ich diese eine Zeile auspacken. Es wird länger. Was ein Hook ist Ein Hook ist eine Funktion, die ich vor oder nach einer Aktion dazwischenschiebe. ensure, delete, start, stop — jede Aktion, die incus-compose auf einer Ressource ausführt, lässt sich abfangen. Vorher und nachher. ...

Tech · 18. Juni 2026 · 8 Minuten · René Jochum
Drei Rewrites

Drei Rewrites

Ich hasse Spaghetti-Code. Unter anderem Warzone 2100 hat mir 2011 gezeigt warum. C-Code, Globals überall. Man ändert eine Variable und drei Dinge brechen, die scheinbar nichts damit zu tun haben. Man liest den Code und weiß nicht, wo eine Entscheidung anfängt und wo sie aufhört. 3 Jahre - von 2022 bis 2025 habe ich an go-orb gearbeitet. Allein. Ein Framework für verteilte Systeme, gedacht als Nachfolger von go-micro. Config von überall, service discovery, RPC, streaming, pub/sub, kvstore, metrics. Jede neue Idee wurde ein Feature, jedes Feature ein Plugin. ...

Tech · 8. Juni 2026 · 3 Minuten · René Jochum
Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück

Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück

Manchmal geht man durch die Welt, und sie weicht einem aus. Die Menschen werden knapp, bevor ein Wort gefallen ist, manche gereizt. Sie spüren etwas an einem. Und man versteht sie, denn was von einem ausgeht, hält auf Abstand. Zu anderen Zeiten öffnen sich Türen. Menschen lachen mit einem, suchen die Nähe. Man ist einfach da, leicht und offen, und die Welt antwortet warm. Lange hielt man das eine für Glück und das andere für Pech. Dann erkennt man: Es ist ein Echo. Wie man in den Wald hineinruft, so kommt es zurück. Wenn es in einem dunkel ist, sieht man anders, geht anders in die Begegnung, und die Begegnung antwortet einem anders. Das Außen trägt, was im Innen lebt. ...

Mein Gebet

Mein Gebet

Ich bete jeden Tag dasselbe. Es hilft mir, mich selbst vom hohen Ross zu holen. Bitte zeig mir meine Fehler. Entschuldigung für diese. Danke für deinen Segen, Herr. Dein Wille möge der meine sein. Dein Gebot der Liebe das meine. Und ich möchte dir helfen, ihm im Alltag zu dienen. Das ist Gewohnheit, die zur Ausrichtung wird. Jeden Morgen neu. Jemand hat mich gefragt: Wenn sein Wille über deinem steht – zweifelst du? Nein. Ich hoffe, dass er mein Ego überschreibt. Stück für Stück. ...

Der Mann, der alles verlor und zweifach zurückbekam

Der Mann, der alles verlor und zweifach zurückbekam

Es war einmal ein Mann, der war gut. Untadelig und rechtschaffen, einer, der das Böse mied. Er war gut, wie ein Stein still ist — von Geburt an, ohne dass er je gewählt hätte. Da kamen die bösen Kräfte. Sie nahmen ihm zuerst das Außen: den Besitz und die Menschen, die er liebte. Dann griffen sie nach innen, nach dem Leib und dem Schlaf. Sie wollten wissen, ob das Gute hielte, wenn man ihm den Boden wegzog. ...