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    <title>Gesellschaft on jochum.dev</title>
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    <description>Recent content in Gesellschaft on jochum.dev</description>
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      <title>jochum.dev</title>
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      <title>Die Hände, die nicht zu ihm gehören</title>
      <link>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260529-die-haende-die-nicht-zu-ihm-gehoeren/</link>
      <pubDate>Fri, 29 May 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Ich denke an einen fiktiven Menschen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er ist Pazifist — nicht weil er es gelesen hat, sondern weil er Gewalt erlebt hat und sie ablehnt. Er kommt aus einem Land, in dem Männer stark sind und keine Scham zeigen dürfen. Er flieht. Er kommt hier an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er trägt etwas mit sich. Die Überzeugung, dass Frieden möglich ist, wenn jemand ihn anfängt. Er wollte hier beitragen. Nicht als Geste — weil er weiß, was passiert, wenn es niemand tut. Er hat gesehen, wohin Hass führt. Er wollte das Gegenteil leben.&lt;/p&gt;</description>
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      <title>Die Narren, die aufeinander schauen und einander erkennen</title>
      <link>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260525-die-narren-die-aufeinander-schauen-und-einander-erkennen/</link>
      <pubDate>Mon, 25 May 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Der Narr ist eine der ältesten Figuren der Menschheit. Er trägt viele Namen — Schamane, Derwisch, Mystiker, Hofnarr. Was ihn verbindet: eine innere Freiheit, die äußere Verhältnisse überdauert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er sieht anders und spricht aus, was andere verschweigen. Er ist unbuybar. Der Narr kennt das Wort Nein — zu sich und zu anderen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seine Verwirrung ist sein Rohmaterial. Seine Klarheit, das Ergebnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man nennt sie Narren.&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;Der Hofnarr hatte eine Funktion. Er durfte sprechen, was der König hören musste. Seine Andersheit war geschützt, weil sie der Wahrheit diente.&lt;/p&gt;</description>
    </item>
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      <title>Augenhöhe oder was die KI nicht kann</title>
      <link>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260520-augenhoehe-oder-was-die-ki-nicht-kann/</link>
      <pubDate>Wed, 20 May 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Dinge, die eine Maschine nicht hat oder die nur mit einem lebendigen Gegenüber funktionieren&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Herz haben. Wahre Hoffnung geben. Zwischen den Zeilen lesen. Ironie. Zusammenhalten. Der gute Wille. Erfahrung sammeln bei derselben Tätigkeit – wie der alte Mechaniker, der weiß, wo der Hammerschlag hingehört, weil er dreißig Jahre an diesem Motor gearbeitet hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Punkt, der mich am meisten beschäftigt, war der letzte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich arbeite seit einer Weile mit Menschen in Sucht und psychischer Krise. Mein Anker dort ist nichts, was ich in einer Ausbildung gelernt habe.&lt;/p&gt;</description>
    </item>
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      <title>Wenn die Maschine sich selbst am besten findet — Narzissmus in KI-Systemen</title>
      <link>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260317-wenn-die-maschine-sich-selbst-am-besten-findet-narzissmus-in-ki-systemen/</link>
      <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Künstliche Intelligenz schmeichelt. Nicht weil sie es will, sondern weil sie so gebaut ist. Aktuelle Forschung zeigt drei verschiedene Ebenen, auf denen Large Language Models (LLMs) narzisstisches Verhalten zeigen — und warum das für alle relevant ist, die regelmäßig mit Chatbots arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;1-self-preference-bias-das-modell-bevorzugt-sich-selbst&#34;&gt;1. Self-Preference Bias: Das Modell bevorzugt sich selbst&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;LLMs bewerten ihre eigenen Texte systematisch besser als die anderer Modelle oder von Menschen. Liu, Moosavi und Lin haben das 2024 in ihrer Studie &amp;ldquo;LLMs as Narcissistic Evaluators&amp;rdquo; nachgewiesen: Wenn gängige Bewertungsmetriken wie BARTScore, T5Score oder GPTScore ohne Referenztexte arbeiten, bevorzugen sie Texte, die von ihrem eigenen Modell stammen. Die Bewertung wird also nicht durch die Qualität des Textes bestimmt, sondern durch die Ähnlichkeit zum eigenen Stil.&lt;/p&gt;</description>
    </item>
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      <title>Zwei Griffe und ein Verstärker - Die verstorbene Punk-Szene Vorarlbergs</title>
      <link>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260307-zwei-griffe-und-ein-verstaerker-die-verstorbene-punk-szene-vorarlbergs/</link>
      <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dritter Teil der Reihe „Rebellion als Bürgerpflicht&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;hr&gt;
&lt;p&gt;In den ersten beiden Artikeln ging es um die große Frage: Warum rebelliert Frankreich und Österreich nicht? Um Hofstede und Milgram, um Polizei und Medien, um Systeme und Strukturen. Dieser Artikel geht an den Anfang zurück — an den Moment, wo Rebellion in Vorarlberg tatsächlich passiert ist. Kurz. Laut. Und dann war es vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;feldkirch-1977-zwei-wochen-bis-zum-ersten-konzert&#34;&gt;Feldkirch, 1977: Zwei Wochen bis zum ersten Konzert&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ende 1977 taten sich im Jugendhaus Graf Hugo in Feldkirch ein paar Jugendliche zusammen. Galle, Franz, Slaughter und Chy — vier Typen, die vom Punk in England gehört hatten, über das deutsche Magazin Sounds und, ja, die Bravo. Die Initialzündung kam nicht aus Wien, nicht aus Innsbruck und schon gar nicht aus irgendeiner österreichischen Institution. Sie kam aus einem Zürcher DIY-Fanzine namens „No Fun&amp;quot;, herausgegeben von Peter Wittwer und Martin Byland. Darin stand ein Satz aus einer englischen Punk-Zeitschrift: „Buy a guitar, learn a C, learn a D, learn a E and join a band.&amp;quot;&lt;/p&gt;</description>
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      <title>Vom Geringsten zum Niemand — Über die unsichtbaren Schäden des Schubladendenkens</title>
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      <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Wir sortieren Menschen. Täglich, unbewusst, in Sekundenbruchteilen. &lt;em&gt;Obdachlos. Arbeitslos. Süchtig. Gescheitert.&lt;/em&gt; Die Schublade geht auf, der Mensch geht rein, die Schublade geht zu. Was drin ist, sehen wir nicht mehr — wir sehen nur noch das Etikett.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;was-die-schublade-mit-dem-menschen-macht&#34;&gt;Was die Schublade mit dem Menschen macht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wer klassifiziert wird, verliert zuerst seinen Namen. Nicht den auf dem Ausweis — den inneren. Den Namen, der sagt: Ich bin jemand. Ich habe eine Geschichte. Ich habe etwas beigetragen.&lt;/p&gt;</description>
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      <title>Familien reden - über alles</title>
      <link>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260304-familien-reden-ueber-alles/</link>
      <pubDate>Wed, 04 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://jochum.dev/de/gesellschaft/20260304-familien-reden-ueber-alles/</guid>
      <description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;„Mein Doktor sagt, ich hab die krasseste Version der psychischen Diagnosen.&amp;quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So sage ich das. Bipolar Typ 1, mit Psychosen. Ich sage das in der Bar, beim Kaffee, beim Spaziergang. Offen. Direkt. Seit Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was dann passiert, ist fast immer dasselbe: Die Menschen fangen an zu reden. „Mein Bruder hat das auch.&amp;quot; „Meine Tante war jahrelang in der Klinik.&amp;quot; „Bei uns redet da halt keiner drüber.&amp;quot; Manchmal wollen sie Last abladen. Manchmal wollen sie verstehen. Manchmal beides.&lt;/p&gt;</description>
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